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Himbeerpalast in Erlangen wird Unigelände

Auf Einladung des Beauftragten für Bürokratieabbau MdL Walter Nussel fand ein Besichtigungstermin des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Siemens AG mit dem Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg statt.

Der wegen seiner Größe und der rötlichen Fassadenfarbe scherzhaft genannte „Himbeerpalast“ wurde in den Jahren 1948 bis 1953 errichtet und steht teilweise unter Denkmalschutz. Das Gebäude wurde 2018 an die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg verkauft, die es 2020 nach dem Auszug von Siemens übernahm. Künftig soll hier die philosophische Fakultät der Universität einziehen, wofür Umbauarbeiten erforderlich sind.

Die Besichtigung diente der Vorbereitung auf ein Gespräch zum aktuellen Planungsstand des Bauvorhabens mit Staatsminister Joachim Herrmann, Vertretern aus den Ministerien für Wohnen, Bauen und Verkehr sowie Wissenschaft und Kultus, dem Staatlichen Bauamt und der FAU-Leitung. Der Beauftragte für Bürokratieabbau verschaffte sich einen Überblick über den aktuellen Zustand und die Beschaffenheit des Gebäudes. Das staatliche Bauamt stellte die Siegerentwürfe des Planungsbüros Schulz&Schulz aus Leipzig für den Umbau vor.

Walter Nussel kritisierte, dass sich die Planungen sehr langwierig gestalten. Für zukünftige Bauvorhaben zieht er den Schluss, dass der Gebäudebestand im Projektmanagement von Anfang an stärker berücksichtigt werden müsse. Vor Ankäufen sollte es möglich sein, die Bausubstanz zu prüfen, um konkretere Planungsvoraussetzungen zu schaffen. Zudem müssten baurechtliche Nutzungsänderungen entsprechend des vorhandenen Objekts mit Blick auf die tatsächliche Nutzung bewertet werden. Bauvorhaben könnten dadurch wirtschaftlicher und schneller realisiert werden.

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Die FAU Erlangen baut den Himbeerpalast zum Unigebäude um.
 
Personen betrachten auf dem Boden ausgebreitete Architektenpläne
Der Umbau erfolgt nach Entwürfen des Planungsbüros Schulz&Schulz aus Leipzig.