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Nussel fordert Abschaffung der Kassenbonpflicht

Der Beauftragte sieht in der Einführung der Kassenbonpflicht unnötige Bürokratie. Er fordert deren sofortige Aussetzung und Abschaffung. Als Alternative schlägt er Testkäufe durch Steuerbeamte vor.

Seit dem 1.1. 2020 gilt in Deutschland die Kassenbonpflicht. Diese stellt einen Großteil des Einzelhandels, der Gastronomie und des Handwerks unter große Herausforderungen und führt zu zusätzlichen Kosten. Denn für jeden Umsatz – egal in welcher Höhe – muss bei Führen einer elektronischen Kasse zwingend ein Kassenbon ausgehändigt werden. Die Ausgabe von Kassenbons soll Steuerbetrug verhindern, stelle jedoch nach Auffassung des Beauftragten die Betroffenen unter Generalverdacht. Auch sei die Wirkung der Maßnahme fraglich.

Es gebe bessere Methoden, Steuerbetrug zu verhindern, meint Nussel. Er schlägt daher vor, dass Betriebsprüfer vermehrt Testkäufe durchführen sollen, um Steuerbetrug aufzudecken. Der potenzielle Steuerbetrüger könne durch die Testkäufe abgeschreckt werden. Die Betriebsprüfer seien ohnehin bereits im Außendienst tätig und könnten die Testkäufe begleitend zu ihrer bisherigen Tätigkeit durchführen. Durch die Aussetzung und Abschaffung der Kassenbonpflicht würden zusätzliche Belastungen für die Umwelt und unnötige Bürokratie für jeden einzelnen Bürger vermieden werden.

Der Beauftragte -hat sich an Bundesminister Scholz gewandt und diesen gebeten seinen Vorschlag zu prüfen.

 

Pressemitteilung vom 31. Dezember 2019

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Kunden erhalten nach ihrem Einkauf im Supermarkt häufig einen Kassenbon.

Foto: Pixabay