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Schutz bayerischer Bodendenkmäler – Gemeinsam zum Ziel

Die Gemeinde Eschau plant, durch Innenentwicklung des Ortskerns die Stadt attraktiver zu gestalten. Das Vorhandensein von Bodendenkmälern auf der zu bebauenden Fläche verursacht zusätzliche Kosten und erhöhten bürokratischen Aufwand, wodurch sich die Erschließung verzögert. Um eine pragmatische Lösung zu finden und einen Baubeginn zu ermöglichen, hat der Bürokratieabbaubeauftragte Walter Nussel alle Verantwortlichen zu einem Praxis-Check nach Eschau eingeladen.

Bodendenkmäler (Archäologische Denkmäler) sind Geschichtszeugnisse vergangener Zeiten, die sich im Boden oder in einem Gewässer befinden (z. B. Reste alter Befestigungsanlagen, Grabstätten, Siedlungen oder Wirtschaftsbetriebe) und werden unter Denkmalschutz gestellt. Bei Bauplanungen, bei denen Bodendenkmäler betroffen sind, findet vorab eine archäologische Sondierung und Dokumentation durch qualifizierte Archäologen und Fachfirmen statt. Die Ergebnisse werden in der Bauleitplanung berücksichtigt.

Ziel des Vor-Ort-Termins mit der Gemeinde, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken war ein konstruktiver Austausch über praktikable Möglichkeiten, die Erschließung zu beschleunigen, ohne den Schutz der Bodendenkmäler zu beeinträchtigen. MdL Walter Nussel verwies im Gespräch auf die Notwendigkeit einer frühzeitigen, vorausschauenden kommunalen Planung gemeinsam mit den Denkmalschutzbehörden. Hilfestellung bietet hier die Broschüre „Bodendenkmäler in Bayern – Hinweise für die kommunale Bauleitplanung“.

Der Praxis-Check endete erfolgreich: Das Landesamt für Denkmalpflege und Markt Eschau konnten sich auf einen gemeinsamen Weg verständigen, so dass nun mit der weiteren Erschließung des Ortskerns begonnen werden kann.

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Sieben Personen stehen vor einaml alten Fachwerkhaus

v.l.n.r.: Walter Wölfelschneider (Geschäftsleitung Markt Eschau), Dr. Ivonne Weiler-Rahnfeld (Landesamt für Denkmalpflege), Gerhard Rüth (1. Bürgermeister Eschau), MdL Walter Nussel, Dr. Andreas Büttner (Landesamt für Denkmalpflege), Manfred Maier (Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken und Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung Markt Eschau), MdL Berthold Rüth